Die öffentliche Forderung von mehr Stellen für Schulpsychologen findet die Unterstützung des Philologenverbands Schleswig-Holstein. „Gerade angesichts der seelischen und emotionalen Folgeprobleme nach zwei Jahren coronabedingter Einschränkungen an den Schulen und beim häuslichen Lernen ist professionelle Hilfe das Gebot der Stunde“, erklärte die Vorsitzende des Philologenverbands Schleswig-Holstein, Barbara Langlet-Ruck.

Dabei sei Bildungsministerin Karin Prien auf dem richtigen Wege, wenn sie sich für multiprofessionelle Teams einsetze, so der Philologenverband. Mit Sozialarbeiten und Schulassistenten hätten die Schulen aller Schularten in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. Multiprofessionelle Teams, die den spezifischen Ansprüchen wirklich gerecht werden sollen und sich dann auch so nennen dürfen, müssen allerdings personell breiter aufgestellt werden. Sonderpädagogische, sozialpädagogische sowie schulmedizinische (die „Schulkranken-schwester“) Fachkräfte gehören zweifellos ebenso in ein multiprofessionelles Team wie die IKT-Fachkraft. „Ganz sicher brauchen wir auch Schulassistentinnen und Schulassistenten und auch das Verwaltungspersonal muss aufgestockt werden“, fügt Barbara Langlet-Ruck hinzu.

Der Philologenverband zieht allerdings eine klare Grenze zwischen der pädagogischen Verantwortung in den Schulen, die eindeutig bei den ausgebildeten Lehrkräften liege, und den Schulpsychologen, die eine hochqualifizierte eigene Profession darstellten, dafür aber keine pädagogische Handlungskompetenz haben. Damit es hier nicht zu Kompetenzüberschneidungen im schulischen Alltag kommt und damit zu unnötigen Reibungskonflikten, plädiert der PhV-SH für extern, also außerhalb einer Schule agierenden Psychologen, die allerdings im engen Kontakt zu den Schulen stehen müssten und auf kurzen und unbürokratischen Kommunikationswegen erreichbar sind.

Dr. Barbara Langlet-Ruck                   Walter Tetzloff
(1. Vorsitzende)                                     (Pressesprecher)