Die Lehrerinnen und Lehrer an Schleswig-Holsteins Gymnasien beklagen die noch immer unzureichende Ausstattung ihrer Schulen mit digitalen Arbeitsmöglichkeiten. Dies ist das Ergebnis einer bundesweit durchgeführten Umfrage des Deutschen Philologenverbands, an der sich die Lehrkräfte im nördlichsten Bundesland überdurchschnittlich stark beteiligt haben.

„Bundesweit haben 7 000 Lehrerinnen und Lehrer auf die Umfrage des Deutschen Philologenverbandes geantwortet“, erläuterte die Vorsitzende des P h v Schleswig-Holstein, Barbara Langlet-Ruck. „Abgesehen von Bayern und Nordrhein-Westfalen sind es die schleswig-holsteinischen Kolleginnen und Kollegen gewesen, die für die höchste Rückmeldequote gesorgt haben. Dies interpretieren wir so: Bei uns im Norden gibt es noch immer einen großen Handlungsbedarf in Sachen Digitalisierung!“

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • 70, 9 % der Befragten erklärten, von ihrem Dienstherrn oder dem Schulträger noch immer

kein digitales Endgerät erhalten zu haben.

  • Nur 42, 4 % befanden das an ihrer Schule installierte WLAN als für den Unterricht nutzbar.
  • 47, 3 % der Befragten kritisierten, dass an ihrer Schule noch kein professioneller I T-

Betreuer (Systemadministrator) beschäftigt sei.

Immerhin:

  • 78, 5 % konnten bestätigen, dass an ihrer Schule mit einer geeigneten und datenschutzkonformen Lernplattform gearbeitet werde.

Barbara Langlet-Ruck zog aus diesen unbefriedigenden Ergebnissen die Forderung an Landesregierung und kommunale Schulträger, ihre Zusagen für eine professionelle Digitalausstattung einzulösen und die Schulen nicht länger hinzuhalten.

„Wir stellen fest: Unsere Lehrerinnen und Lehrer wollen die Digitalisierung des Unterrichts an ihren Gymnasien voranbringen. Da dürfen sie von Land und Kommunen nicht im Stich gelassen werden.“

 

Dr. Barbara Langlet-Ruck , Vorsitzende

Walter Tetzloff, Pressesprecher