Im Jahre 2018 rief das Land eine Datenbank für Gewaltvorkommnisse an Schulen (Datenbank zum
Gewaltmonitoring GEMON) ins Leben. Zur Erstellung dieser Datenbank wurde eigens ein
Ansprechpartner im MBWK für die Schulen benannt. Spätestens mit diesem Zeitpunkt kam es zur
Auflistung und Reflektion der bereits vorhandenen Maßnahmen an den Schulen. Im Dezember 2019
erfolgte die Präsentation die Ergebnisse. Ziel dieser Studie sollte sein, passgenaue Präventions- und
Interventionsangebote zu etablieren.

Mittlerweise verfügt jede Schule über eine Vielzahl an Maßnahmen, Gewalt zu thematisieren und
vorzubeugen. Sexualisierte Gewalt steht einerseits im Fokus, ist aber oftmals von „allgemeiner“
Gewalt nicht zu trennen. Dabei stehen den Schulen sowohl interne als auch externe
Unterstützungsangebote zur Verfügung, ein Netzwerk, welches mittlerweile in seiner Vielfalt und
Menge kaum noch zu überschauen ist.

Interne Maßnahmen und Unterstützung an Schulen:
• Sozialpädagogen vor Ort; „INSEL“-Arbeit
• Schulpsychologen
• Klassenlehrer“paare“ (je ein Mann und eine Frau als Ansprechpartner)
• Verbindungslehrer
• usw.

Externe Beratung für Schulen
• IQSH: Zentrum für Prävention, […] Gewaltprävention
• Referenten und Vertreter entsprechender Beratungsinstitutionen im Unterricht
• Exkursionen zu entsprechenden Organisationen („PETZE“, Pro Familia, Kinderschutzbund)
• Teilnahme an entsprechenden Wettbewerben (mit Aufklärungsmaterial, Anregungen für den
Unterricht)
• Private Unterstützungsangebote: „Stark im Team“
• usw.

Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass in Schleswig-Holstein ein breites und vielfältiges
Netzwerk an Unterstützungsmaßnahmen zum Thema „Gewalt in Schule“ zur Verfügung steht. Dieses
Netzwerk weiter auszubauen, hält der Philologenverband nicht für notwendig und auch nicht für
sinnvoll.
Vielmehr muss darauf hingewiesen werden, dass die Institution Schule bei weitem überfordert wäre,
sollte die Erwartung bestehen, dass sie dieses Problem der Gesellschaft in vorderster Reihe lösen
sollte und könnte.