Bezüglich des Entwurfes vom 23.10.2020 zur Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung zur Verwendung eines Anmeldescheins möchte der Philologenverband Schleswig-Holstein folgende Punkte einbringen:
1. Der Philologenverband Schleswig-Holstein begrüßt die vorgenommene Ergänzung bezüglich eines bestehenden Lernplans ausdrücklich, da so die Kontinuität unterstützender pädagogischer und fachspezifischer Maßnahmen besser gewährleistet sein wird.
2. Hinsichtlich der Schulartempfehlung hält der Philologenverband es für unabdingbar, eine eindeutige Empfehlung entweder für die Schulart Gymnasium oder die Schulart Gemeinschaftsschule auszusprechen.
In zunehmendem Maße werden Schülerinnen und Schüler von gut meinenden Eltern an Gymnasien angemeldet, die dem Leistungsanspruch des Gymnasiums eindeutig nicht gewachsen sind. Hier erscheint es uns notwendig, im Sinne des Kindeswohls zu reagieren.
3. Nach § 8 GrVO) ist für Eltern, die ihr Kind am Gymnasium anmelden möchten und dessen Schulübergangsempfehlung die Schulart Gymnasium nicht einschließt, ein Beratungsgespräch an der aufnehmenden Schule verpflichtend.
Die Praxis zeigt, dass diese Beratungsgespräche vielfach (Minimum 30%) nicht fristgerecht oder gar nicht wahrgenommen wurden. Ein Hinweis auf dem Anmeldeschein ist von daher sinnvoll. Einen Bereich zur Dokumentation über das stattgefundene Gespräch mit einer weiterführenden Schule auf dem Anmeldeschein wäre vom Ablauf des Anmeldeverfahrens möglich. Denn der Zeitraum für die Beratungsgespräche ist beendet, bevor die Anmeldefrist beginnt