Der Gesundheitsschutz von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften muss in Corona-Zeiten verbessert werden! Mit dieser Forderung wandte sich der Philologenverband Schleswig-Holstein nicht nur an Landtag und Landesregierung, sondern auch an die kommunalen Schulträger. Letztere reagierten in sehr unterschiedlichem Maße auf die Zustände in den Klassenzimmern und Schulräumen, beklagte der Vorsitzende des PhV im Lande, Jens Finger.

„Lüftungssysteme und Plastik-Trennwände in den Klassen- und Fachräumen erfordern keine allzu großen finanziellen Anstrengungen!“ betonte Finger mit Blick auf die Kreise und Städte, die als kommunale Träger in der Verantwortung stünden. Derartige Investitionen seien ein richtiger und wichtiger Beitrag zur Sicherstellung des Präsenzunterrichts, für den sein Verband ebenso eintrete wie die im Landtag vertretenen Parteien und die Bildungsministerin.

Auch wenn die Schulen nachweislich nicht als eigentliche Infektionsherde gelten können, wie dies die jüngste Untersuchung des Hamburger Senats nachweist, so müsse der Gesundheitsschutz nach wie vor sehr ernst genommen werden, so die Forderung des PhV. „Der beste Gesundheitsschutz sind allerdings kleinere Klassen!“ betonte Finger. Sollte es jedoch erforderlich werden, in den Hybridunterricht zu wechseln und Lerngruppen zu halbieren, würde dies unweigerlich auf eine Reduzierung des Lernstoffes hinauslaufen, denn die Anzahl der Lehrkräfte sei nun einmal nicht von heute auf morgen zu verdoppeln.

Grundsätzlich sei es richtig, angesichts der äußerst unterschiedlichen Infektionslagen in den verschiedenen Bundesländern länderspezifische Maßnahmen zu treffen, die dem Gebot der Verhältnismäßigkeit Rechnung trügen. „Verhältnisse wie in Berlin haben wir hier nicht, und sie sind hier auch nicht zu erwarten!“ stellte Finger fest, der Corona-Maßnahmen der Länder den Vorrang vor Aktivitäten der Bundesregierung gab, die in keiner Verantwortung für die Arbeit in unseren Schulen stehe. „Der Kurs des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, den Hardlinern im Kanzleramt etwas entgegenzusetzen, ist richtig“, schloss Finger.

 

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