Angesichts der bundesweit wieder steigenden Corona-Infektionen fordert der Philologenverband Schleswig-Holstein die strikte und kontrollierbare Einhaltung des Abstandsgebotes in den Schulen sowie deutlich kleinere Lerngruppen.

„Eine Halbierung der Klassen- und Kursgrößen wäre in der gegenwärtigen Krisenlage nicht nur pädagogisch geboten, sondern auch der beste Beitrag zum Gesundheitsschutz der Schüler- und der Lehrerschaft!“ so der Vorsitzende des PhV, Jens Finger. „Noch sind die schleswig-holsteinischen Schulen keine Infektionsherde, aber dabei soll es auch bleiben!“ betonte Finger, der die jüngsten ministeriellen Maßnahmen (Maskenpflicht, Lüftungspläne) unterstützte und seinen Verband auch hinter der eindeutigen Priorisierung des Präsenzunterrichts sieht.

Das heiße aber auch, dass für den Fall erneut notwendig werdender regionaler Schulschließungen ein realistischer und praktikabler „Plan B“ konzipiert werden müsse.

Und hier sieht Finger noch deutliche Schwächen: „Wir kritisieren da insbesondere eine Reihe kommunaler Schulträger! Diese haben zum Teil die vom Land Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellten Mittel noch nicht einmal abgerufen.“ Das gelte sowohl für die Versorgung mit digitalen Endgeräten für den Fernunterricht wie für Hygienemaßnahmen, für die die Landesregierung einen Fördertopf eingerichtete hat. „Hier fordern wir mehr Tempo!“ so Jens Finger.

Für wichtig hält der Philologenverband Schleswig-Holstein auch die Festlegung des dritten Senats des Verwaltungsgerichts Schleswig, der zwar die Klage einer Schülerin gegen die Maskenpflicht in der Schule zurückgewiesen, aber durchaus Ausnahmen zugelassen hat, nämlich dann, wenn der Mindestabstand im Klassenraum von 1, 50 Meter nachweislich eingehalten wird. Der PhV sieht in dieser Gerichtsentscheidung eine Bestätigung seiner Forderung nach kleineren Klassen und Lerngruppen in der Corona-Zeit.

Jens Finger (1. Vorsitzender)                                      Walter Tetzloff (Pressesprecher)
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