Der Philologenverband begrüßt die Präzisierungen gegenüber der alten Fassung. Sie zielen im Wesentlichen auf den Erhalt eines möglichst hohen  Anforderungsniveaus ab. Insbesondere wird die staatliche Aufsicht sichergestellt, indem der Prüfungsvorsitz von Lehrkräften einer weiterführenden allgemeinbildenden öffentlichen Schule wahrgenommen werden muss (§5, Abs. 3). Bezüglich der Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistungen ist die staatliche Aufsicht analog gewährleistet (§7, Abs. 6).

Bezüglich § 7 Abs. 1 und 2 muss darauf geachtet werden, dass Befreiungen von Prüfungen in der ersten Fremdsprache unbedingt Ausnahmen sind.

In § 9 Abs. 4 sollte neben der notwendigen Klarstellung, dass keine Note „ungenügend“ erteilt wird, wieder die Ausgleichsbedingung für eine Note „mangelhaft“ der alten Fassung gelten. Jede Absenkung der Anforderungen vermindert die Anstrengungsbereitschaft und damit die Ausbildungsreife, die mit dem Abschlusszeugnis zuerkannt bzw. bescheinigt wird.

Jens Finger

(1. Vorsitzender)

(017650884648)