Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie einerseits und der abflauenden Infektionsrate in Schles­wig-Holstein andererseits verdient das Konzept von Bildungsministerin Karin Prien zur weitgehenden Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht Anerkennung! Diese Position nahm der Philologenverband Schleswig-Holstein ein und bezog sich damit auf die Haltung der Landesregierung, dem Präsenzunter­richt gegenüber digitalen Ergänzungsformaten deutlich Priorität einzuräumen – bei klarer und strikter Anwendung weiterhin notwendiger Hygienemaßnahmen. Des Weiteren sei das Lernmanagementsystem für ganz Schleswig-Holstein eine wichtige Errungenschaft, weil es das digitale Lernen, soweit es notwen­dig und sinnvoll ist, deutlich erleichtert. Dies gelte vor allem in Bezug auf eine sichere und effektive Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schülerschaft.

„Die Coronamittel des Bundes und des Landes werden den Schulen zugutekommen“, erklärte die 2. Vorsitzende des PhV Schleswig-Holstein, Barbara Langlet-Ruck. „Dass die Bildungsministerin diese Mittel im Kabinett eingefordert und durchgesetzt hat, ist richtig und erfolgversprechend!“ Langlet-Ruck sieht darin auch einen Erfolg ihres Verbandes, der in den vergangenen drei Monaten mit Nachdruck auf Investitionen in die Digitalausstattung der Schulen sowie zum Schutz der Lehrkräfte auf eine verbesserte Gewährleistung hygienischer Standards in Klassenräumen und Schulgebäuden gedrängt hatte.

Der Verband zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, dass der Forderung des PhV nach sicheren digita­len Endgeräten für Lehrkräfte leider immer noch nicht entsprochen worden sei. „Es ist nicht zu akzeptie­ren, dass Lehrerinnen und Lehrer ihre dienstliche Kommunikation auf privaten Rechnern leisten, die teil­weise dem gesamten Haushalt zur Verfügung stehen. Hier muss sich schnell etwas ändern!“ forderte Barbara Langlet-Ruck.

Abschließend erläuterte der Philologenverband seine grundsätzliche Position zum Verhältnis von Prä­senz- und Fernunterricht. „Lernen zu Hause“, „Distanzunterricht“ und Videoschaltungen seien Hilfskon­strukte, die allenfalls vorübergehend notwendig und praktikabel seien. Das Unterrichtsgespräch und die physische Präsenz von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften im Klassenraum seien pädagogisch auf die Dauer durch nichts zu ersetzen.

Dr. Barbara Langlet-Ruck
(2. Vorsitzende)

Walter Tetzloff
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