Im kurzen Eingangsreferat wurde auf die vielen Veränderungen in den letzten Jahren verwiesen, die auch aufgrund der zunehmenden und chaotisch eingeführten Digitalisierung an Schulen eine Fülle neuer Aufgaben für Schulleitungen mit sich brächten. Übereinstimmend wurde festgehalten, dass sich in Schulen nicht nur, aber auch wegen der Digitalisierung multiprofessionelle Teams herausbilden würden, die das Berufsbild der Schuleiter*innen grundlegend verändern. Diese Veränderungen seien notwendig und in anderen europäischen Ländern bereits deutlich weiter fortgeschritten.

In der Diskussion wurde festgehalten: Unbestritten ist, dass die Verwaltung durch die Digitalisierung vereinfacht werden kann. Dazu braucht es aber Unterstützung durch Verwaltungsassistenzen (nicht Verwaltungsleitungen), um die Schulleitungen hinsichtlich der zentralen pädagogischen Aufgaben im Bereich der Verwaltung zu entlasten. Interessant ist, dass einige Bundesländer mit der Einrichtung derartiger Stellen bereits begonnen haben. Darüber hinaus bedarf es einer besseren Vernetzung der unterschiedlichen Verwaltungssysteme miteinander. Folgende Erwartungshaltung an Politik und Administration kristallisierte sich in den Diskussionen heraus: Schulträger und Schulaufsichten müssten sich mehr als Dienstleister für Schulen verstehen. Klare rechtliche Vorgaben für die Digitalisierung und den Umgang mit sozialen Medien fehlen ebenso wie die zielführend-unterstützende anstelle von als blockierend empfundener Begleitung durch den Datenschutz.

Zusammenfassend wird  festgestellt, dass neue Systeme professionell implementiert werden müssen, Schulleitungen einer multiprofessionellen Unterstützung bedürfen und eine länderübergreifende Kooperation erforderlich ist.

Um die Präsenz der BDK gegenüber der KMK im Sinne einer höheren politischen Wahrnehmbarkeit zu erhöhen, änderte die BDK ihre Regularien dahingehend, dass die Frühjahrstagung ab sofort im Bundesland des jeweiligen KMK-Vorsitzes stattfinden soll, eingeschlossen einem Austausch mit diesem.

Alexej Stroh