„Eine besonders hohe Abiturientenquote sagt noch nichts über die Qualität der Bildungspolitik aus!“ Mit dieser Aussage reagiert der Philologenverband Schleswig-Holstein auf die Kritik des bildungspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat, an der Schulpolitik der Landesregierung. Habersaat hatte anlässlich der jüngsten Studie der OECD eine höhere Abiturientenquote gefordert und für eine größere Zahl von Studienanfängern in Schleswig-Holstein plädiert.

Der Vorsitzende des PhV Schleswig-Holstein, Jens Finger, betonte stattdessen, dass es auf die Qualität der Schulabschlüsse und nicht auf die Anzahl hoher Abschlüsse ankomme. Das Abitur in Schleswig-Holstein habe nach wie vor ein hohes Renommee und sei eine gute Voraussetzung für angemessene Studienerfolge, gerade weil es nicht so leicht zu erreichen sei wie in bestimmten anderen Bundesländern, etwa in den Stadtstaaten, so Finger.

Der Philologenverband riet Bildungsministerin Karin Prien und der Landesregierung, die Hürden für das Abitur im Lande nicht zu senken. Die Oberstufenreform der Ministerin, durch die gleichermaßen die allgemeinbildenden Kernfächer wie das von den Schülerinnen und Schülern gewählte Profilfach gestärkt würden, sei ein guter Beitrag zur Wahrung der Qualität und zur behutsamen Weiterentwicklung der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen. „Die schlichte Forderung nach mehr Abiturientinnen und Abiturienten hilft niemanden“, schloss Finger.

Jens Finger (1. Vorsitzender)                             Walter Tetzloff (Pressesprecher)

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