Der Philologenverband Schleswig-Holstein ist enttäuscht über die vom Landtag beschlossenen Maßnahmen zur Besoldung der Landesbeamten. Dies erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Jens Finger. „Wir setzen uns für unsere Lehrkräfte in Schleswig-Holstein ein und stellen fest, dass ihre Bezahlung nicht mit der in vergleichbaren Ländern Schritt hält“, so Finger, „wir hatte zumindest eine sukzessive Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes erwartet, das in den meisten anderen Bundesländern gezahlt wird. Mindestens ebenso besorgniserregend ist aber die Abkoppelung von der bundesweiten Gehaltsentwicklung in Bezug auf die Gewinnung von Lehrernachwuchs.“ Im Klartext bedeute dies: Südlich der Elbe bekämen Berufsanfänger höhere Gehälter, ein geringeres Stundendeputat (Niedersachsen) und dazu noch Weihnachtsgeld. „Für Schleswig-Holstein ist dies nicht gerade ein Wettbewerbsvorteil!“ so der Verband, der den Vorwurf in Richtung von Finanzministerin Heinold richtete.

Überdies kritisierte der Philologenverband – bei Anerkennung der klaren Übernahme des jüngsten Tarifabschlusses für die Beamtinnen und Beamten im Lande – die Ausgrenzung der Pensionäre bei der vorgesehenen Einmalzahlung im Jahr 2020. „Dies ist unverständlich und nicht unbedingt fair“, erklärte Jens Finger, dessen Verband sich für eine enge Anbindung der Versorgungsempfänger an die aktiven Beschäftigten einsetzt.

 

Jens Finger (1. Vorsitzender)                                      Walter Tetzloff (Pressesprecher)

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