Im Zusammenhang mit der Debatte um die Rolle der Bundeswehr im Schulunterricht vermisst der Philologenverband ein eindeutiges und kompromissloses Bekenntnis der SPD zu unseren Streitkräften. „Es ist zwar zu begrüßen, dass sich der SPD-Landtagsabgeordnete Kai Dolgner deutlich von dem törichten Beschluss seiner Berliner Parteifreunde distanziert, die die Bundeswehr fern den Schulen fernhalten will“, erklärte der Vorsitzende des P h v, Jens Finger, „doch lassen seine Äußerungen auch eine bedauerliche Äquidistanz zu unserer vom Parlament getragenen Bundeswehr und parlamentarisch nicht legitimierten Organisationen welcher Provenienz auch immer erkennen, die unsere Streitkräfte in Frage stellen oder massiv ablehnen. Das ist befremdlich und bedauerlich!“

Der Philologenverband Schleswig-Holstein tritt nachdrücklich dafür ein, Jugendoffizieren der Bundeswehr und anderen Soldaten einen Informationsauftrag an unseren Schulen einzuräumen. Dies könne und solle im Geschichtsunterricht, im Unterricht des Faches Wirtschaft / Politik sowie bei Projektvorhaben geschehen.

Im Übrigen erinnerte Finger die Sozialdemokraten an ihre sicherheitspolitische Tradition, die sich – mit großer Zustimmung in der Bevölkerung – von den Beschlüssen des Godesberger Programms, dem Bekenntnis zu Bundeswehr und NATO-Mitgliedschaft über die Amtszeiten der erfolgreichen Bundesminister der Verteidigung Helmut Schmidt und Georg Leber bis in dieses Jahrtausend hinziehe. „Dies sollten die Sozialdemokraten nicht durch die völlig überflüssige Debatte um Bundeswehrangehörigen in unseren Schulen zerstören oder relativieren“, schloss Finger, der sich in dieser Frage auch hinter den (der SPD angehörigen) Wehrbeauftragten Bartels stellte.

Jens Finger (1. Vorsitzender) Walter Tetzloff (Pressesprecher)
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