„Das Engagement schleswig-holsteinischer Schülerinnen und Schüler für Klimaschutz verdient die ideelle und pädagogische Unterstützung der Schulen“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbands Schleswig-Holstein. Er nahm damit Stellung zu den Freitagsaktionen zahlreicher Schülerinnen und Schüler im Lande („Fridays for Future“). Finger sprach sich deutlich dafür aus, ein so wichtiges und zukunftsrelevantes Thema wie den Klimaschutz nicht nur in den Fächern Biologie, Geographie, Wirtschaft / Politik und Chemie zu behandeln, was entsprechend den Curricula ja auch geschehe, sondern interdisziplinäre Ansätze und Unterrichtsformen zu finden, die dem Thema gerecht würden. „Wir denken hier an Fachtage, Begegnungen mit außerschulischen Lernorten, Plädoyer für klimaschonendes Alltagsverhalten u. ä. mehr“, ergänzte Finger.

„Allerdings vermissen wir noch immer ein überzeugendes Gegenargument auf die allerorts erhobene Forderung, doch die sinnvollen und friedlichen Demonstrationen vom Freitag auf den Samstag zu verlagern, so dass kein Unterricht an unseren Schulen ausfällt!“ Mit diesen Worten machte Finger klar, dass das Schulgesetz unentschuldigte Abwesenheit vom Unterricht nicht toleriere. Es schränke die Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler ebenso ein wie es den Lehrkräften pädagogische und organisatorische Schwierigkeiten bereite. Dabei sei die Planung von Klassenarbeiten noch das geringere Problem.

Der Philologenverband stellte sich damit klar hinter die öffentlich artikulierten Positionen von Ministerpräsident Daniel Günther und seiner Bildungsministerin Karin Prien. Die Einlassung des bildungspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Martin Habersaat, die Ministerin sei in dieser Angelegenheit eine „Gouvernante“, sei eher komisch als überzeugend. Nachweislich hätten frühere SPD-Schulministerinnen in vergleichbaren Fällen kaum anders reagiert.

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