Der Philologenverband Schleswig-Holstein begrüßt eindeutig die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, die Abiturbestenquote als eine wichtige Voraussetzung, für die Zulassung zum Medizinstudium zu erhalten. Die KMK hatte damit die Konsequenz aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gezogen.

Damit aber nicht allein Abiturienten mit einer Durchschnittsnote von 1,0 oder knapp darüber berücksichtigt werden, schlägt der Vorsitzende des P h v Schleswig-Holstein, Jens Finger, in Abstimmung mit seiner Bundesorganisation eine Quote von 30 % der Bewerber vor, die nach diesem Kriterium zum Zuge kommen. (Die KMK hatte die Quote auf mindestens 20 % heraufgesetzt) Die schulischen Leistungen am Gymnasium hätten nach wie vor eine hohe Aussagekraft in Bezug auf den Studienerfolg, ergänzte Finger, der aber auch Medizinertests und Vorerfahrungen in wichtigen Heilberufen in den Vergabemodus miteinbezogen wissen will.

„Wir sind gespannt, wie und mit welchen Argumenten die 16 Kultusminister das Urteil aus Karlsruhe angesichts der gegenwärtigen Unsicherheiten der Betroffenen umsetzen werden“, erklärte Finger abschließend.

Jens Finger (1. Vorsitzender) Walter Tetzloff (Pressesprecher)