JuPhi-Tag 2017 in Neumünster

Am 12.10.2017 tagten die Vertreter der Jungen Philologen in Neumünster im Gallerierestaurant Kontraste und haben über eine neue Programmatik diskutiert. Ein Punkt war die Qualifizierung der Lehrkräfteausbildung, in der sich die JuPhis mehr einbringen wollen. Hierzu wird ein Antrag zum Jahreskongress für mehr Fortbildungen für Studienleiter am IQSH gestellt werden, damit Referendare eine fundierte und qualifizierte Ausbildung erhalten.

Fortbildungen allgemein waren auch ein großes Thema während des JuPhi-Tags. So wird sich ebenfalls dafür eingesetzt werden, dass sich die Palette der Fortbildungen des IQSH erweitert. Derzeit sind nach der Meinung der JuPhis zu wenige fachspezifische Fortbildungen vorhanden. Häufig wurden die derzeit angebotenen Fortbildungen schon besucht oder die Themen und Inhalte sind zu oberflächlich oder irrelevant, dass sich der Besuch einer solchen Fortbildung nicht lohnt. Hierbei wurde vor allem von den Vertretern festgestellt, dass z. B. Fortbildungen in Englisch, Geschichte und DaZ zwar vorhanden sind, diese aber zu wenig, irrelevant oder repetitiv sind. So gibt es z. B. in DaZ immer noch die gut besuchten Grundlagenseminare, in denen das DaZ-Zertifikat erworben werden kann, aber keine vertiefenden Fortbildungen. Zu diesem Themenkomplex werden die Jungen Philologen mit dem IQSH Kontakt aufnehmen und Gespräche führen.

Eines der Hauptthemen des Tages war aber der Teilzeiterlass, der vielen gerade jungen Müttern und Vätern buchstäblich die Zeit raubt. So kann zwar die Stundenzahl reduziert werden, aber durch Lücken im Erlass werden häufig Betroffene zu Vertretungsstunden herangezogen oder müssen im vollem Umfang alle Konferenzen besuchen, Aufsichten führen und dass neben ihren Vorbereitungen und Klausurenkorrekturen. De facto findet also keine Teilzeitbeschäftigung statt. Hierzu hat sich ein Mitglied der Jungen Philologen bereit erklärt zum Jahreskongress einen Antrag zu stellen, damit sich der Verband gegen diese Arbeitszeitverlängerung zur Wehr setzt.

Der öffentliche Teil des JuPhi-Tags stand im Zeichen der Lehrergesundheit. Hierzu hielt Herr Joachim Schröder, Beauftragter des IQSH, einen ausführlichen Vortrag über BEM, Sucht im Lehrerberuf, Mutterschutz und psychischen Erkrankungen, deren Vorbeugung und die Systeme, welche Lehrkräfte in Anspruch nehmen können, um sich Hilfe zu holen. Herr Schröder fiel dabei auf, wie jung doch die JuPhis seien und merkte an, dass es gut sei, wenn sich schon junge Lehrkräfte Gedanken darüber machten, wie sie gut, gerne und  gesund ihren Beruf leben können.

Im internen Teil wurde außerdem ein neuer Vorstand gewählt. Hendrik Vadersen wurde in seinem Amt als 1. Vorsitzender bestätigt. Zur 2. Vorsitzenden wurde Christiane Vetter gewählt, die damit die Nachfolge von Dirk Büchner antritt. Als Beisitzer wurden Florian Schäfer, Christine Bohlken, Ulrike Hack und Lukas Lindenberg gewählt. Sie treten die Nachfolge von Julia Binder, Inke Schühler und Jonathan Sallach an, die sich aus beruflichen und privaten Gründen zurückzogen. Die Jungen Philologen bedanken sich für ihre Verbandsarbeit und ihr Engagement.

Die JuPhis freuen sich auf die Weiterarbeit innerhalb des Philologenverbandes und auf das kommende Jahr 2018, in welchem sie die oben genannten Projekte in Angriff nehmen.

Hendrik Vadersen